Der Kulturbetrieb der Stadt Aachen hat nach intensiven internen Beratungen nun den alternativen Fahrplan für die Ausstellungstrias festgelegt. Vor allem die wegen der Corona-Krise aufgetretene Planungsunsicherheit, unter anderem hinsichtlich wichtiger internationaler Leihgaben, hat die Hauptausstellung im Suermondt-Ludwig-Museum gefährdet. Der ursprünglich geplante gemeinsame Start der drei Ausstellungen Anfang Oktober 2020 konnte somit nicht mehr gehalten werden. Nun werden die Ausstellungen nacheinander präsentiert, die Abfolge ist so geplant:

23. Oktober 2020 bis 24. Januar 2021
„Der gekaufte Kaiser – Die Krönung Karls V. und der Wandel der Welt“
Centre Charlemagne – Neues Stadtmuseum Aachen

13. November 2020 bis 11. April 2021
„Bon Voyage. Reisen in der Kunst der Gegenwart“
Ludwig Forum für Internationale Kunst Aachen

18. Juli bis 24. Oktober 2021
„Dürer war hier – Eine Reise wird Legende“
Suermondt-Ludwig-Museum

Aus der Ausstellungstrias „Dürer – Karl V. – Aachen“ wird eine Reise in drei Etappen. Denn das Thema Reisen spielt in allen drei Präsentationen eine besondere Rolle. Karl V. reiste zu seiner Krönung am 23.10.1520 nach Aachen, seine Truppen und Händler gelangten im Zuge der ersten Globalisierung bis nach Mittel- und Südamerika.

Das Ludwig Forum für Internationale Kunst Aachen lädt dazu ein, die Welt durch die Augen zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler zu sehen, die sich oftmals abseits touristischer Pfade bewegen. Mit im Gepäck sind persönliche Herausforderungen, politische und klimatische Grenzerfahrungen, fiktive und virtuelle Reisen im Kopf und die letzte Reise ins Jenseits, die ganz ohne Koffer auskommt.

Höhepunkt ist und bleibt die Ausstellung „Dürer war hier“ im Suermondt-Ludwig-Museum. Sie begibt sich mit dem Reisetagebuch des Renaissancekünstlers als Leitfaden auf die Spuren der letzten großen Reise Albrecht Dürers in die Niederlande 1520/21 und bringt als Andenken zahlreiche bedeutende Werke Dürers und seiner Zeitgenossen aus vielen internationalen Museen mit: eine großartige Schule des Sehens, entstanden in Kooperation mit der National Gallery in London.