120 minütige Familienführung für Erwachsene und Kinder von 5 – 12 Jahren
inklusive Workshop

Leitung: Petra Hellwig / Johanna Malich.
Ort: Suermondt-Ludwig-Museum, Wilhelmstraße 18, 52070 Aachen
Zeit: 10.30 – 12.30 Uhr
Preis: 6 € inkl. Eintritt p.P.

Zusätzliches Vermittlungsangebot Dürer
Alle Angebote nach Voranmeldung beim Museumsdienst Aachen:
museumsdienst@mail.aachen.de
Tel: 0241/432-4998

Nur Online!

„Haut ab!“
2 jüdische Beschneidungsmesser (Mohel-Messer), römisch-deutsches Reich, Ende 17. Jhd./um 1700 bzw. um 1730 – 1770, Eisen, Silber, Koralle, Perlmutter und Horn bzw. Eisen und Silber, erworben 1881 mit der Sammlung Franz Bock, Aachen

Die Aachener Bestecksammlung, immerhin die zweitgrößte in Deutschland, hält immer noch Überraschungen bereit: Bei der wissenschaftlichen Bearbeitung der Tafelgeräte im Rahmen des Bestandskataloges 2009 – 2011 konnte die Funktion der beiden Messer nicht geklärt werden. Durch Zufall wurde deren Zweck offenbar: es handelt sich um seltene jüdische Beschneidungsmesser. Die Handgriffe dieser Gerätschaften können aus vielfältigen, teils sehr kostbaren Materialien bestehen (z.B. Bernstein, Silber, Gold, Koralle), weisen manchmal auf dem Heft oder der Zwinge hebräische Schriftzeichen auf und zeigen durchaus auch figürliche Darstellungen (Opferung Isaacs, Kindspate [Kvater] oder Sandak [2. Pate]), in unserem Fall den Sündenfall durch Adam und Eva sowie den jüdischen Held Samson mit den Stadttoren von Gaza. Die Beschneidung (Berit Mila), die an allen jüdischen Knaben zwingend am 8. Tag nach der Geburt vollzogen werden muss, ist das wichtigste zu befolgende religiöse Gebot. Das Ritual, das vom Stammvater Abraham eingeführt wurde, repräsentiert und festigt den Bund der Juden mit Gott.

Mit Michael Rief

In Corona-Zeiten kommt die Kunstpause digital nach Hause.
Jeweils dienstags um 13.00 Uhr wird ein Video online gestellt, in dem Kurator*innen in knapp zwei Minuten erstaunliche Werke erklären.
Viel Spaß beim Zuschauen und Zuhören!

Jeden Mittwoch um 18 Uhr digitale ZOOM-Führung zu „Dürer war hier“

kostenfrei

Anmeldung erforderlich

Auch Führungen für Privatgruppen und Kitas / Schulen sind wieder möglich
Gruppenführungen und Schulangebote
Museumsdienst Aachen
Tel.: +49 241 432-4998
Fax: +49 241 432-4989
museumsdienst@mail.aachen.de

Vortrag mit Dr. Christine Hübner/Universität Leipzig

Die Quelle romantischer Dürerbegeisterung liegt in Deutschland in Ludwig Tiecks Künstlerroman Franz Sternbalds Wanderungen (1798), der der Reise eines (fiktiven) junger Künstlers und Schülers Albrecht Dürers folgt. Der Weg nach Italien führt ihn durch die Niederlande, wo er in einer Schlüsselszene des ersten Teils Dürer bei Lucas von Leyden trifft, wo beide bei Wein angeregte Künstlergespräche führen. Der Vortrag zeigt, wie Dürer im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts in Deutschland in Künstlernovellen, Theaterstücken, gezeichneten Bilderviten und Kunstwerken Verehrung und Popularisierung erfuhr. Einen Höhepunkt stellten dabei die Feiern anlässlich Dürers 300. Todestages 1828 in Nürnberg dar, wobei Ergebnisse der damals jüngsten Forschungen zu Dürer und der Niederländischen Reise bildkünstlerischen Ausdruck fanden.

Frau Dr. Christine Hübner ist seit 2019 Sammlungskonservatorin an der Kustodie | Kunstsammlung der Universität Leipzig. Sie wurde 2015 an der Universität Erfurt mit einer Arbeit zu „Simon Quaglio – Hoftheatermaler (1795–1878). Studien zur Theatermalerei und zum Bühnenbild in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts“ promoviert. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kunstgeschichtlichen Seminar und der Kunstsammlung der Georg August-Universität Göttingen hat sie gemeinsam mit Professor Dr. Michael Thimann Ausstellungen zur Kunst der deutschen Romantik sowie zur Zeichenkunst des 19. Jahrhunderts kuratiert, darunter auch das Katalog- und Ausstellungsprojekt „Sterbliche Götter. Raffael und Dürer in der Kunst der deutschen Romantik“, das die für die Romantik zentrale Idee der Freundschaft der Künstler Raffael und Dürer zum Thema hatte.

Die Vorträge finden aus organisatorischen Gründen im Centre Charlemagne statt. Adresse: Katschhof 1, 52062 Aachen

Anmeldung mit kompletter Adresse unbedingt erforderlich unter: vortrag.duerer@mail.aachen.de

Workshop Auf Dürers Spuren – Zeichenwerkstatt

Auf seiner niederländischen Reise ist Albrecht Dürer vielen Menschen begegnet, von denen er Portraits gezeichnet hat. Dazu benutzte er verschiedene Materialien: z.B. Zeichenkohle, Feder und Tusche. In der Ausstellung schauen wir seine Portraits gemeinsam an und zeichnen im Workshop eigene Portraits mit unterschiedlichsten Materialien und auf verschiedenen Papieren.
Leitung: Kathrin Philipp-Jeiter

Ab 7 Jahren   – 2-tägiger Workshop

Ort: Suermondt-Ludwig-Museum, Wilhelmstraße 18, 52070 Aachen
Zeit: 10.00 bis 13.00 Uhr
Preis: 24 € inkl. Eintritt

Zusätzliches Vermittlungsangebot Dürer

Alle Angebote nach Voranmeldung beim Museumsdienst Aachen:
museumsdienst@mail.aachen.de
Tel: 0241/432-4998

Nur Online!

„Rübe ab!“
Ostmitteleuropa (histor. Ungarn, Ostösterreich?), 17. Jh., Weichholz, bunt bemalt, farbige Glasaugen eingesetzt

Im Bestand des SLM befindet sich ein ausdrucksstarker, lebensgroßer, holzgeschnitzter und lebensecht bemalter Kopf eines schnurrbärtigen türkischen Kriegers oder Herrschers. Die farbig bemalten, eingesetzten Glasaugen verstärken noch die suggestive Kraft und die Faszination, die von diesem Haupt ausgeht. Die barhäuptige Ausführung und Reste von Eisenstiften legen nahe, dass ehemals eine reale Kopfbedeckung aus Stoff, sicherlich ein kunstvoll geschlungener Turban, vorhanden war. Man möchte einerseits eine Ähnlichkeit mit dem gemalten Porträt eines der berühmtesten osmanischen Sultane, nämlich Süleyman dem Prächtigen (1494/96-1566), feststellen. Eine Verwendung des Kopfes als Teil einer hölzernen Gliederpuppe, die mit einer (erbeuteten?) prachtvollen Rüstung bekleidet und in einer Kunst- und Wunderkammer präsentiert wurde, ist eine reizvolle Hypothese. Das andere Erklärungsmodell ist weniger freundlich: Es könnte sich um einen sogenannten Quintain- (Quintana)-Kopf handeln, der für raue Schau- und Unterhaltungsturniere auf einem hölzernen Rumpf mit zwei waagerecht ausgestreckten, waffentragenden Armen befestigt war. Traf die Lanze die Stirnmitte, klappte das Haupt am Halsscharnier nach hinten.

Mit Michael Rief

In Corona-Zeiten kommt die Kunstpause digital nach Hause.
Jeweils dienstags um 13.00 Uhr wird ein Video online gestellt, in dem Kurator*innen in knapp zwei Minuten erstaunliche Werke erklären.
Viel Spaß beim Zuschauen und Zuhören!

Die Kunstpause ist endlich wieder da!
Nun wieder vor Ort im Museum.
Lernen Sie in nur 15 Minuten ein Meisterwerk der Kunstgeschichte aus der Sammlung kennen.

Kopie nach Anton van Dyck (1599 – 1641)
Porträt von Prinz Thomas de Carignan-Savoyen
Öl auf Eichenholz / Öl auf Leinwand

Anton van Dyck war nicht nur einer der besten Porträtmaler seiner Zeit und nach Rubens der bedeutendste Vertreter der flämischen Malerei des 17. Jh., sondern auch ein erfolgreicher Unternehmer, der bewusste Marketingstrategien einsetzte, um seinen Ruf zu verbreiten. Berühmte Zeitgenossen, Fürsten, Politiker, Heerführer, Gelehrte und Künstler wollten sich von ihm porträtieren lassen, so auch Prinz Thomas de Carignan-Savoyen (1596 – 1656). Dieser wurde vom spanischen König Philip IV. im Jahre 1634 zum General der spanischen Truppen in den Niederlanden ernannt und ist seinem Status entsprechend in einer Prunkrüstung mit Spitzenkragen und Manschetten dargestellt. Von diesem sog. Kniestück existiert eine Grisailleskizze, die als vorbereitende Studie für das gemalte Endprodukt gedacht war, meist in schwächerer Ausführung. Nach diesen führten Druckgraphiker dann Kupferstiche und Radierungen aus, die wesentlich zur Verbreitung von van Dycks Ruhm beigetragen haben.
Mit Sarvenaz Ayooghi

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„Highlights der Sammlung“

Treffpunkt Museumskasse
Museumseintritt zzgl. Führung 3,00 Euro

Anmeldung erforderlich

Wer eine Führung bucht, bucht zugleich auch das Eintritts-Ticket!
Also bitte KEIN Online-Ticket kaufen, sonst kommt es zu Doppelbuchungen!

Auch Führungen für Privatgruppen und Kitas / Schulen sind wieder möglich
Gruppenführungen und Schulangebote
Museumsdienst Aachen
Tel.: +49 241 432-4998
Fax: +49 241 432-4989
museumsdienst@mail.aachen.de

„Highlights der Sammlung“

Treffpunkt Museumskasse
Museumseintritt zzgl. Führung 3,00 Euro

Anmeldung erforderlich

Wer eine Führung bucht, bucht zugleich auch das Eintritts-Ticket!
Also bitte KEIN Online-Ticket kaufen, sonst kommt es zu Doppelbuchungen!

Auch Führungen für Privatgruppen und Kitas / Schulen sind wieder möglich
Gruppenführungen und Schulangebote
Museumsdienst Aachen
Tel.: +49 241 432-4998
Fax: +49 241 432-4989
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Die Kunstpause ist endlich wieder da!
Nun wieder vor Ort im Museum.
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Niederländischer, in Frankreich tätiger Künstler
Tod Mariens, um 1520
Öl auf Eichenholz

Die Darstellung des Marientodes geht nicht auf das Neue Testament zurück, sondern basiert auf der Legenda aurea aus dem 13. Jahrhundert. In vorreformatorischer Zeit wurde das Sterben Mariens, das sich aufgrund ihrer Sündenlosigkeit ohne Leiden und Anfechtungen vollzog, als Vorbild für die Todesstunde des sündigen Menschen gesehen. Das Sterben der Gottesmutter, die auch nicht allein blieb, sondern im Kreise der Apostel aufgehoben war, galt als das Ideal des guten Todes, wurde ihre Seele doch direkt in den Himmel aufgenommen. Alle im Bild geschilderten Elemente des richtigen, begleiteten und vorbereiteten Sterbens werden vorgestellt und zugleich einzelne Aspekte der spätmittelalterlichen Wohnkultur hervorgehoben.
Mit Dr. Dagmar Preising

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