Im Rahmen der Dürer-Ausstellung finden die öffentlichen Führungen im Suermondt-Ludwig-Museum ab sofort häufiger statt: dienstags bis sonntags jeweils um 15.30 Uhr – zusätzlich donnerstags um 18.30 Uhr.
Am letzten Wochenende der Dürer-Ausstellung (23. und 24.10.) wird die Öffnungszeit an beiden Tagen auf 21 Uhr verlängert und um 18:30 Uhr wird jeweils noch eine zusätzliche öffentliche Führung angeboten.

Außerdem gibt es weiterhin interessante Vorträge zu Dürer:

22. September, 19.00 Uhr: Dürers Realismus oder: was es heißt, die Kunst aus der Natur zu reißen mit Prof. Dr. Nils Büttner (Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart):

In den Landschaftsaquarellen, die Dürer von seiner Italienreise mitbrachte, scheint die Landschaft als eigene Bildgattung präfiguriert, ohne dass Dürer die Landschaft je zum zentralen Thema eines Gemäldes oder einer Druckgraphik gemacht hätte. Welche Funktion hatten die Aquarelle? Sollten sie wirklich nur als Studien für die Hintergründe seiner Historienbilder dienen? Welchem Zweck dienten die so mimetisch getreuen Abbildungen eines Feldhasen oder eines Rasenstücks? Und wie fügen sich diese Werke zu Dürers theoretischen Überlegungen, die der Nürnberger Maler zum Beispiel in seinen Vier Büchern von menschlicher Proportion verbreitet hat.

13. Oktober, 19.00 Uhr: Der romantische Dürer – Niederlandereise und Nationalbewusstsein im 19. Jahrhundert mit Prof. Dr. Birgit Ulrike Münch (Kunsthistorisches Institut Bonn):

Die Reise in die Niederlande wird gerade in der Kunst des 19. Jahrhunderts sehr breit und vielschichtig rezipiert: Dürer auf dem Boot in Seenot, Dürer beim Zusammentreffen mit berühmten Künstlern im Zunfthaus, in andächtiger Bewunderung des Genters Altars – oder in Erwartung einer Audienz bei der Statthalterin Margarethe von Österreich.
Der Vortrag stellt die Frage, warum das noch junge Land Belgien ganz bewusst in seinen Bildern den Bezug zu Albrecht Dürer suchte und andererseits, warum die durch sein Tagebuch so gut dokumentierte Reise nach Antwerpen, Mechelen und Löwen einen so hohen Stellenwert für unser heutiges „Dürer-Bild“ bildet.

20. Oktober, 19.00 Uhr: Künstler und Mensch – Dürer in Literatur und Kunst der deutschen Romantik mit Dr. Christine Hübner (Universität Leipzig):

Die Quelle romantischer Dürerbegeisterung liegt in Deutschland in Ludwig Tiecks Künstlerroman Franz Sternbalds Wanderungen (1798), der der Reise eines (fiktiven) junger Künstlers und Schülers Albrecht Dürers folgt. Der Weg nach Italien führt ihn durch die Niederlande, wo er in einer Schlüsselszene des ersten Teils Dürer bei Lucas von Leyden trifft, wo beide bei Wein angeregte Künstlergespräche führen. Der Vortrag zeigt, wie Dürer im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts in Deutschland in Künstlernovellen, Theaterstücken, gezeichneten Bilderviten und Kunstwerken Verehrung und Popularisierung erfuhr. Einen Höhepunkt stellten dabei die Feiern anlässlich Dürers 300. Todestages 1828 in Nürnberg dar, wobei Ergebnisse der damals jüngsten Forschungen zu Dürer und der Niederländischen Reise bildkünstlerischen Ausdruck fanden.

Die Vorträge finden aus organisatorischen Gründen im Centre Charlemagne statt. Adresse: Katschhof 1, 52062 Aachen

Anmeldung mit kompletter Adresse unbedingt erforderlich unter: vortrag.duerer@mail.aachen.de